Frauengesprächskreis: Rückblick und Ausblick August2026

Das waren unsere Themen und Aktionen: 
  • MAI: "Elisabeth von Thadden, Gutsherrin - Schulgründerin - Widerstandskämpferin"  
  • JUNI: "Wer ist Jesus für mich?" Ein lebendiger Gedankenaustausch mit Liedern
  • JULI: "Wie gut, dass jemand da ist.“ Zur Arbeit der Telefonseelsorge
Und so geht es weiter: 
Am 21. August (Achtung! Ausnahmsweise am 3. Freitag im Monat!!!) heißt es wieder "Singen mit Ulli und Eis essen bei Ruth Bühler" in der Scheune, Seckenheimer Hauptstraße 90. 
Am 11. September hören wir einen Vortrag von Katrin Binder zum Thema „350. Todestag von Paul Gerhardt: Sein Leben - seine Lieder“. Liedbegleitung: Claudia Schwabe 
Und am 9. Oktober heißt es wieder: "Locker vom Hocker - Gymnastik auf dem Stuhl" mit Angela Landgraf-Seidel. 
 

Portrait von Dr, Adelheid von Hauff
MAI: "Elisabeth von Thadden, Gutsherrin - Schulgründerin - Widerstandskämpferin" 
Frau Dr. Adelheid von Hauff sprach über Elisabeth von Thadden, eine beeindruckende Frau mit einem bewegten Leben. Aufgewachsen in Ostpreußen und auf dem Gutshof ihres Vaters in Pommern, übernahm sie bereits als Neunzehnjährige nach dem Tod ihrer Mutter Verantwortung für den Gutshaushalt mit 70 Angestellten. Als ihr Vater 1920 wieder heiratete, übersiedelte Elisabeth nach Berlin, engagierte sich in der sozialen Arbeit und bildete sich weiter. Nach einem Aufenthalt in der Internatsschule Salem besuchte sie Kurse in Psychologie, Geschichte und Theologie an der Universität Heidelberg. Von Thadden hatte den Wunsch, eine eigene Schule zu eröffnen und stieß 1926 auf das leerstehende Wieblinger Schloss. Dort gründete sie den Verein "Evangelisches Landerziehungsheim Wieblingen e.V". Sie leitete das Mädcheninternat, das auch jüdischen Schülerinnen bis 1941 offenstand. Die weitere Führung wurde ihr untersagt, da die Schule nicht der NS-Ideologie entsprach. Im Januar 1944 wurde Elisabeth von Thadden nach einer Denunziation verhaftet und kam über Ravensbrück in die Justizvollzugsanstalt Moabit. Am 8. September 1944 wurde Elisabeth von Thadden in Berlin-Plötzensee hingerichtet. 
Frau von Hauff zeigte uns eine Frau, deren Haltung von hoher moralischer Integrität und Mut geprägt war. Übrigens: die Elisabeth-von-Thadden-Schule feiert 2027 ihr 100- jähriges Jubiläum.
 
Portrait von Stefanie vom Hoff
JUNI: "Wer ist Jesus für mich?" Ein lebendiger Gedankenaustausch mit Liedern 
"Wer ist Jesus für mich?". Diese Frage stellte Pfarrerin Stefanie vom Hoff zu Beginn des Frauengesprächskreises im Juni. Welche Geschichten aus seinem Leben sind für mich besonders wichtig? Stefanie vom Hoff zeigte, auch anhand von Beispielen 
aus der Bibel, ein vielfältiges Jesusbild.
Jesus als Lamm Gottes, gestorben für unsere Sünden (Jesus der Erlöser). In der Auferstehung gründet sich das Christentum.
Jesus als Wanderprediger, der Menschen aus dem Arbeitsleben, auch die Zöllner, in seine Nachfolge zog.
Jesus als Begründer der Bergpredigt, ein Text, über den man immer wieder neue Erkenntnisse gewinnen kann. 
Jesus, der Wunder schafft, die seine Göttlichkeit zeigen. 
Jesus der Kämpfer. Denn es zeigt sich besonders deutlich an Palmsonntag und in der Karwoche, wie sehr die Menschen einen neuen David wollten. 
Jesus der.......! 
Aber in welchen Situationen meines Lebens war Jesus besonders wichtig für 
mich? Diese Frage stellte Stefanie vom Hoff und die Teilnehmerinnen konnten 
sich in Murmelgruppen untereinander austauschen.
 
Portrait von Dr. Michael Lipps
JULI: "Wie gut, dass jemand da ist.“ - Zur Arbeit der Telefonseelsorge
Im Juli sprach Dr. Michael Lipps, evangelischer Pfarrer, Lehrbeauftragter für themenzentrierte Interaktion (TZI) und Mitglied der Fachgruppe Supervision am Ruth-Cohn-Institut über dieses Thema. Von Oktober 2011 bis zu seiner Pensionierung im November 2016 war er Leiter der Telefonseelsorge Rhein
Neckar.
1953 gründete ein britischer Pfarrer die telefonische Hilfe bei Suizid. Die derzeit fast 160 Ehrenamtlichen absolvieren ihren Dienst am Telefon, im Chat und per Mail rund um die Uhr. Mit einem umfangreichen internen Fortbildungsprogramm werden sie auch nach ihrer Ausbildung in ihrem Dienst begleitet. Träger der Telefonseelsorge sind die evangelischen und katholischen Kirchen der Region. Das Angebot ist für 
jeden Menschen offen und kostenfrei. In absoluter Anonymität (Anrufe können auch nicht rückverfolgt werden) können die Anrufer Sorgen, die sie belasten, besprechen, egal, ob es sich um Probleme in ihrer Beziehung, Einsamkeit, Krankheit, Trauer, Sucht, Mobbing, Arbeitsplatzverlust, Sinnkrisen, Suizidalität oder ein anderes Thema handelt. 
In kleinen Gruppen machten sich die Teilnehmerinnen Gedanken zu unterschiedlichen Eröffnungssätzen und konnten während des Vortrages immer 
wieder ihre Fragen stellen. Ja, wie gut, dass jemand da ist.