Harro Lothar Böttinger, katholisch kam am 23. Mai 1922 in Seckenheim als Kind von Hermann Gottlieb Böttinger, katholisch (*02. November 1889, + 29. Dezember 1954) & Luise geb. Specht (*16. März 1898) auf die Welt.
Luise Specht war keine gebürtige Mannheimerin, sie kam wohl aus Unterfranken.
Hermann Gottlieb Böttinger kam aus Eberbach am Neckar.
Auf der Heiratsurkunde wurde später das Sterbedatum des Vaters vermerkt.
Harro wohnte wohl zuletzt mit seinen Eltern in der Bühlerstr. 5a (siehe Auszug aus dem Adressbuch von Mannheim von 1943).
Fr. Dr. Oberländer schildert in Ihrem Buch auf Seite 174 Harros Geschichte wie folgt:
"Der Sohn eines Polizeiwachtmeisters, Lothar Böttinger aus Mannheim-Seckenheim, war lt. Krankenakte stark verblödet, jedoch seinen Eltern eine Hilfe im Haushalt. Nachdem er von zu Hause weggelaufen war, brachte seine Mutter ihn wegen Verschlimmerung des Zustandes und mangelnder Überwachung im April 1944 in die Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch zurück.
Die Anstalt überwies ihn mit dem Sammeltransport am 05. Juni 1944 nach Hadamar, wo er nach fünf Wochen, am 14. Juli, im Alter von 22 Jahren verstarb - angeblich an Darmgrippe.
Der Brief der Anstalt an seine Mutter, der einen Tag vor seinem Tod geschrieben wurde, deutet darauf hin, dass Lothar Böttinger ermordet wurde, da er nicht arbeitsfähig war, sich widersetzte und intensiver Pflege bedufte: Ihr Sohn muss hier stets zu Bett gehalten werden. Er ist unrein und oft laut und störend. Nun ist er an einer Darmgrippe mit hohem Fieber schwer erkrankt. Da Herzschwäche besteht, ist Lebensgefahr nicht ausgeschlossen. Besuch ist gestattet."












