lt. Marchivum: Theobald Schwab (geb. 18.07.1880 in Seckenheim), gestorben (ermordet?) 1942 in Klingenmünster
[Eltern: Johannes Schwab & Katharina geb. Emig]
Die Recherche im Ortssippenbuch Seckenheim ergab folgende Informationen:
Mit diesen Angaben wurde der Stammbaum bei ancestry.de erstellt und dort gab es Nachweise auf die Familie durch die Sterbe- bzw. Geburtsurkunden (die teilweise ergänzt waren um die Sterbedaten) von einigen Geschwistern, z.B. für die ältere Schwester Barbara (verstorben 19. März 1939, Ludwigshafen), die jüngere Schwester Elisabetha (verstorben 29. Juli 1943, Stuttgart) oder den jüngeren Bruder Philipp Karl Schwab (verstorben 16. Oktober 1946, Duisburg). Auch für einige der im Kindesalter verstorbenen Geschwister fanden sich Sterbeurkunden.
Lt. dem Ortssippenbuch Seckenheim war ja angegeben, dass der Vater Johann aus St. Martin stammte. Zu Georg Schwab aus Seckenheim findet sich in einer sogenannten "Kriegsrangliste und -stammrolle des Königreichs Bayern" aus dem 1. Weltkrieg ein Eintrag mit gleichlautendem Geburtsdatum und Geburtsort Seckenheim. Als Beruf wird dort angegeben, er sei Winzer in St. Martin bei Landau, der Vater hieße Johann, die Mutter sei verstorben, er sei verheiratet mit einer "Klara geb. Seher (?)" und habe 5 Kinder, in einem vermutlich früheren Eintrag sogar 6 Kinder - dort ist der Name der Mutter mit "Katharina geb. Emmerich" angegeben. Es scheint hier um den gleichen Georg Schwab zu gehen, auch wenn hier wohl ein Schreibfehler beim Geburtsdatum vorliegt. Am 11.06.1919 scheint er aus der Armee entlassen worden zu sein, hat also wohl den Krieg überlebt. Es kann also angenommen werden, dass Georg als ältester Sohn einen Winzerhof der Familie in St. Martin übernahm. Vielleicht ergab es sich über den Bruder Georg, dass Theobald in einer Heil- und Pflegeanstalt in Klingenmünster in der Pfalz kam?
Auf der Sterbeurkunde von Barbara ist vermerkt, dass, als sie 1939 starb, Vater und Mutter verstorben waren und sie selbst verwitwet. Während bei der Mutter als letzter Wohnort Seckenheim angegeben ist, ist der Vater zuletzt angeblich wohnhaft in Ludwigshafen gewesen - vielleicht hat sie sich um ihn gekümmert. Sie selbst hatte einen Josef Schwab geheiratet, der ebenfalls bereits verstorben war.
Auch dies also wieder ein Opfer, bei dem kaum noch Familienangehörige lebten, als das Opfer 1942 verstarb.
Interessant ist auch, dass kaum ein Dokument ohne Schreibfehler ist. Mal wird der Name Schwab mit einem "a", mal mit zwei "a" geschrieben. Aus Ludwig wird Louis. Der Geburtsname der Mutter ist mal mit Emmich, mal mit Emig angegeben. Man hat scheinbar nach Gehör geschrieben und auch nicht nachgefragt bzw. keine Dokumente geprüft und Daten übernommen.
Zu Theobald (dem Opfer) und Anna konnten bisher keine Dokumente gefunden werden.












