Erste Glockenanschaffung

 

Erste Glockenanschaffung

Bald nach der Planung des Kirchengebäudes, erhielt die Firma Karl Rosenlächer aus Konstanz den Auftrag zum Gießen von vier Bronzeglocken, dem im November 1868 nachgekommen wurde.

Die größte Glocke wog 957kg.
Auf einem von zwei Engelsgestalten gehaltenen Band stand die Inschrift:
Jauchzet Gott mit fröhlichem Schalle. Ps. 47, 2.
Das obere Schmuckband der Glocke war in Reblaub gehalten, das untere zeigte, der Bauart der Kirche entsprechend, gotische Formen.
Außer Jahreszahl und Namen des Gießers trug diese Glocke die Namen der im Einweihungsjahr 1869 amtierenden Kirchengemeinderäte und des damaligen Bürgermeisters:
Fr. Fath, Pfarrer - Gg. Bühler, Gg. S - Jakob Seitz - Gg. Phil. Volz - J. Jos. Volz - Fr. Wagner
Bürgermeister Jakob Seitz.

Die zweite Glocke wog 472kg und hatte die Inschrift:
Versammelt mir meine Heiligen. Ps.50,5.
Sie musste nachgegossen werden und trug deshalb die Jahreszahl 1871.

Die dritte Glocke 275kg wies schon nach wenigen Jahren starke Beschädigungen auf und hätte wohl bald ebenfalls umgegossen werden müssen. Die Inschrift lautete:
Der Meister ist da und rufet dich. Joh. 11, 28.
Sie war gleichzeitig die „Vaterunser-Glocke“.

Die zweite und dritte Glocke hatten oben und unten ein gotisches Schmuckband.

Die kleine Glocke 111kg mit der Inschrift:
Kommt, denn es ist alles bereit. Luk.14, 17
war eine von Gemeindegliedern gestiftete Glocke, wie an ihr zu lesen war, und trug ein Schmuckband in Efeu.